Berliner Aids-Hilfe e.V.

Im Jahr 1985 wurde die Berliner Aids-Hilfe als Selbsthilfeorganisation zur Unterstützung von Menschen mit HIV oder Aids als gemeinnütziger und mildtätig anerkannter Verein gegründet. Heute sind wir eine Menschenrechtsorganisation mit dem Schwerpunkt auf gesundheitlicher Versorgung. Wir kämpfen gegen die Stigmatisierung HIV-positiver Menschen und für ein Leben frei von Diskriminierung. Im Auftrag des Landes Berlin übernehmen wir Aufgaben im Bereich der gesundheitlichen Versorgung sowie der Prävention in den Bereichen HIV und Aids, sexuell übertragbare Infektionen (STI) und Hepatitiden.

Die Menschen der Berliner Aids-Hilfe

Den personellen Kern bilden neben den 42 hauptamtlichen Mitarbeiter_innen, die sich auf 26 Vollzeitstellen verteilen, insbesondere die mehr als 160 ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen. Wir leben explizit die Umsetzung der GIPA-Prinzipien, die eine starke Einbindung von Menschen mit HIV oder Aids in unserer alltäglichen Arbeit vorsehen. Viele unserer Angebote gründen sich auf ehrenamtliches Engagement und werden aus Spenden und Drittmitteln finanziert. Über 200 Mitglieder unterstützen den Verein zudem ideell und finanziell.

Aids bis 2030 beenden

Bei der Umsetzung der internationalen Metropolen-Initiative Fast-Track Cities-Initiative to end Aids ist die Berliner Aids-Hilfe ein wichtiger Partner des Landes Berlin, um Aids bis ins Jahr 2030 zu beenden. Für uns steht das Ziel: Null Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV oder Aids dabei an erster Stelle. Als unabhängige Organisation treten wir der Stigmatisierung und Diskriminierung HIV-positiver Menschen jederzeit parteiisch und solidarisch entgegen.

HIV gehört bis heute zu den am stärksten stigmatisierten Infektionen. Der Grad an Stigmatisierung führt nach wie vor zu Diskriminierung in verschiedensten Bereichen der Gesellschaft: zuvorderst ist der Gesundheitssektor zu nennen. In allen medizinischen Versorgungsbereichen, im fachärztlichen Bereich aber auch in der klinischen Versorgung werden Patient*innen aufgrund ihrer HIV-Infektion nach wie vor diskriminiert. Eine Ausnahme bildet lediglich der Bereich der HIV-fachärztlichen Versorgung. Dies steht im besonderen Widerspruch zur guten Behandelbarkeit von HIV. Gesellschaftlich wird HIV noch immer als starke Bedrohung wahrgenommen. Gleichzeitig fehlt es in der Bevölkerung an ausreichenden Kenntnissen zu Fragen der Übertragung und Therapierbarkeit von HIV. Dies führt zu Tabuisierung des Themas insbesondere in spezifischen z.B. Communities wie bspw. der Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund (vgl. dazu die Umfrage der Deutschen Aidshilfe „Positive Stimmen“: https://www.aidshilfe.de/system/files/documents/2021 09_positive_stimmen_broschuere_final.pdf)

Entsprechend infizieren sich noch immer zu viele Menschen mit HIV; ein großer Anteil davon erhält erst bei fortgeschrittenem Immundefekt oder bereits im Vollbild Aids von der Infektion. Laut Robert Koch-Institut wurden in Deutschland 2024 3.200 HIV-Neudiagnosen gestellt. Von diesen Menschen wiesen 1.100 einen fortgeschrittenen Immundefekt auf und mit 620 Personen befanden sich im Vollbild Aids

Definierter Förderbedarf:

Zwischenfinanzierung / Überbrückung Zeitraum: 01.03.2026-31.12.2026

Höhe Förderbedarf:

Euro 101.591,24

Rolle der One-for-GOOD-Förderung:

Ergänzend